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 | NITYA SEVA e.V. - Indien |
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Deutsch-Indisches Hilfsprojekt NITYA SEVA e.V.
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Interview mit Claus D. von der Fink
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Claus D. von der Fink in einem Interview mit Bollywood-worldwide.com über NITYA SEVA e.V.
zum Interview
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Was kann es schöneres geben als strahlende Kinderaugen und glückliche Kinderherzen ?
Sollte ein Dach über dem Kopf, regelmässige Mahlzeiten, eine solide Schulausbildung und natürlich liebevolle Zuwendung nicht eigentlich selbstverständlich sein für Kinder ? Während in Ländern wie z.B. Deutschland Kinder und Familie im schlimmsten Fall noch weitgehend durch den Staat, zumindest als Existenzminimum, unterstützt werden können (Ausnahmen gibt es leider immer), existieren Länder, in denen die Lebensverhältnisse weit unter dem Existenzminimum liegen. Am schlimmsten trifft es dabei immer die Kinder. Obdachlos, ohne Familie, ohne Essen, ohne Bildung sind sie gezwungen, auf der Straße zu leben und um ihr tägliches Überleben durch Bettelei zu kämpfen.
Einer der nicht wegschaut, sondern tatkräftig anpackt, ist Claus D. von der Fink. Nachdem er vor 17 Jahren begann, Kindern in den Slums von Mumbai (Bombay) zu helfen und verschiedene Projekte auf die Beine zu stellen, konzentrierte er sich zunehmend auf die Lebensumstände der Straßenkinder in Bhopal. Aufmerksam wurde er durch seine Frau Asha, die ihn zusammen mit ihrem Bruder und Schwägerin unterstützt. Nach der Gründung des gemeinnützigen Vereins Nitya Seva e.V. im Jahr 1998 begann das Ehepaar, sich zielstrebig an den Aufbau eines Kinderheimes zu machen, welches dann auch am 9. Juli 2000 eröffnet werden konnte. 30 Kinder konnten damit zunächst versorgt werden. Da jedoch der Andrang schnell größer wurde, organisierte das Ehepaar Spendengelder, um dann im Jahr 2004 das zweite Kinderheim eröffnen zu können. Mittlerweile werden 186 Kinder in den Heimen versorgt.
Neben den beiden Heimen, in denen die Kindern eine gute und saubere Unterkunft, nahrhafte Mahlzeiten, eine Schul- und Berufsausbildung sowie medizinische Betreuung und vor allem Geborgenheit und liebevolle Zuwendung erhalten, werden nach Möglichkeit auch weitere notleidende Kinder versorgt.
Obwohl der Verein Nitya Seva e.V. Unterstützung durch die Regierung von Madhya Pradesh erhält, liegt es hauptsächlich in der Verantwortung des Gründer-Ehepaares, die Projekte zu finanzieren und entsprechende Spendengelder dafür zu organisieren - ein wahrer Kraftakt - aber das Ergebnis lohnt sich. Jedes Kind, das von der Straße geholt werden kann, ist ein "Opfer" weniger und jede Anstregung dafür trägt dazu bei, die Welt - zumindest für diese Kinder - endlich lebenswert zu machen.
Wir alle haben eine Verantwortung - für uns selbst, unsere Familie, unsere Kinder, aber auch für die Menschen, die nicht gerade in unserer unmittelbaren Umgebung wohnen - ob das nun in Deutschland, Indien oder weltweit ist - denn wir alle leben auf dem selben Planeten "Erde" -
Helfen Sie helfen !!!
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Warten auf Shatabdi
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Es ist kurz nach 14.00 Uhr. Im Bahnhof von Bhopal, der Hauptstadt von Madhya Pradesh (Indien), herrscht reger Betrieb. Reisende, die sich bereits Stunden vor der Abfahrt ihres Zuges eingefunden haben und in der Mittagssonne dösen, diejenigen, die auf den Shatabdi, den Schnellzug aus Delhi, warten, um ihre Angehörigen abzuholen, Passagiere, die mit diesem nach Gwalior, Agra oder bis nach Delhi fahren wollen, ein paar patrouillierende Polizisten, Händler mit ihren kleinen Verkaufsständen.
Langsam sickern sie ein, kleine verlumpte Gestalten, manche erst 5 Jahre alt. Die Kleider sind schmutzig und zerlöchert, die Haut ist bei den meisten mit Geschwüren übersät. Einige hinken, laufen mit selbstgebastelten Krücken. Ein an Polio erkrankter Junge zieht sich mit den Unterarmen über den Asphalt, ein anderer, dem beide Beine fehlen, bewegt sich auf den Handflächen fort. Sie tragen einen neunjährigen Jungen, dessen linkes Bein schlaff und verdreht nach unten hängt, und der offensichtlich große Schmerzen hat.
14.30 Uhr, der Shatabdi fährt ein. Alles drängt zur Bahnsteigkante. Die Kleinen zwängen sich durch, benutzen ihre Ellbogen, kämpfen sich durch die Menschenmassen. Einige rennen dem langsam einrollenden Zug entgegen, öffnen die Türen und springen auf. Die Schnellsten haben die besten Chancen, wie meistens im Leben. Sie rasen in die Abteile, durchwühlen zurückgelassene Plastiktüten, die Abfallbehältnisse und den herumliegenden Müll - nach Eßbarem. Der Shatabdi lohnt sich - beinahe für alle. In dem Zug wird Essen verkauft. Außerdem nehmen die Leute bei langen Strecken reichlich Proviant mit. Die Kinder sammeln ein, was noch verwertbar ist, stopfen es direkt in die Münder oder verstauen es unter ihren Hemden. Die Passagiere drängen sich durch die Abteile, überdimensionale Koffer werden durch die Gänge gezwängt, Säuglinge durch die Fenster gereicht. Alles drückt und drängt, verschafft sich Platz. Dazwischen die "Bahnsteigkinder", die sich, nachdem sie ihre Tagesverpflegung ergattert haben, eifrig bemühen, Wasser und kleineres Reiseproviant zu verkaufen, für ein paar Rupees. Im letzten Moment vor der Abfahrt des Zuges tragen sie die Kleinsten unter ihnen sowie ihre behinderten Freunde raus, die Letzten springen vom rollenden Zug ab, manche fahren schwarz bis zur nächsten Station mit. Es hat sich gelohnt - heute, aber nicht immer.
Sie schlafen auf den Bahnsteigen und entlang der Gleise, leben von der Hand in den Mund, geschundene kleine Körper, mit Geschwüren übersät, mit Wurmkrankheiten, Husten, verkrüppelten Gliedern. Manche sind Waisen, einige sind von zu Hause weggelaufen, weil sie die ständige Prügel nicht mehr ertragen konnten. Sie sind abgestumpft, das Leben hat sie hart gemacht, viele haben das Lachen verlernt. Ein Kampf ums überleben, Tag für Tag - unerbittlich und gnadenlos.
NITYA SEVA hat von diesen Kindern erfahren. Es sind etwa 360. Und der Verein hat sich spontan entschlossen, die Patenschaft für sie zu übernehmen und sie mit dem Projekt AASHIRWAD (siehe Button) zu unterstützen.
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Weitere Informationen über Nitya Seva e.V.
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Weitere und ausführliche Informationen über die Kinder und Projekte in Bhopal/Indien finden Sie auf der homepage von NITYA SEVA e.V.
http://www.nityaseva.eu/
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Glückliche Gesichter
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